Erna Kronshage | E-Paper-Auswahl | Videos | Ge(h)-Denken | NS-"Euthanasie" | E-Book | Bluesky | Impressum . Edward Wieand . sinedi@rt
Seit 1986
versuche ich, dem viel zu kurzen Leben meiner Tante Erna Kronshage auf die Spur zu kommen.
Die Beiträge dieser Website dokumentieren zunächst Ernas Kindheit ab 1922 als jüngstes Kind in einer 13-köpfigen bäuerlichen Großfamilie.
Anschließend wird dann aber die 484-tägige verhängnisvolle Ereigniskette ab Oktober 1942 – Schlag-auf-Schlag – fokussiert:
Erna, 19 Jahre alt, ist inzwischen als dienstverpflichtete „Haustochter“ in der elterlichen Landwirtschaft tätig. Aufgrund der Kriegsbedingungen ab 1939/40 stellt sie dort die einzige reguläre Arbeitskraft dar.
Die steigenden Anforderungen belasten sie zunehmend. Das auferlegte erhöhte Arbeitspensum bewältigt sie nicht mehr allein. Das führt schrittweise zu ihrer wachsenden Unzuverlässigkeit und dazu, dass sie die ihr übertragenen Dienstaufgaben nicht mehr erfüllen kann.
»Zweck der Gedenkkultur ist das Gedenken selbst.«
»Ich gedenke meiner ermordeten Vorfahren nicht, um das Heute zu verstehen oder das Morgen zu ändern. Ich erinnere mich, weil sich zu erinnern menschlich ist und sich nicht zu erinnern unmenschlich. Das Gedenken ist ein absolutes Humanum, und erst als solches, frei von der Zweckzuschreibung oder Zweckentfremdung, wird es fähig, Wert und Würde des Lebens ins Bewusstsein zu heben.
Aber auch das Morgen kann man natürlich nicht außer Acht lassen. Man sitzt ohnehin einer optischen Illusion auf, wenn man glaubt, die Vergangenheit entferne sich kontinuierlich.
Wir wissen, der Raum ist krumm. Je ferner das Gestern nach hinten rückt, desto unmittelbarer schreitet es von vorn wieder auf uns zu.« (Auszug aus einem Text von Alexander Estis: »Jetzt ist Schluss!«)
H E U T E I S T D A S G E S T E R N V O N M O R G E N
Überblick . Mediale Rekonstruktionen & Collagen .
E-Paper-Auswahl . E-Book
Die 484-tägige Ereigniskette bis zur Ermordung .
Doku-Zusammenfassungen .
Infothek
Verschiedene Formen des Er-Innerns
bewahren das Andenken an Erna Kronshage. Die »klassischen« Memorials wie Gedenktafel und Stolperstein werden ergänzt durch Informationen dazu von Beiträgen auf verschiedenen Social-Media-Plattformen, eine Graphic-Kurzstory, eine szenarische Theaterarbeit in Anlehnung an die Biografie, sowie die verschiedenen Vortragsformen für ganz unterschiedliche Zielgruppen, die das Opferschicksal Ernas beleuchten,
um so ein angemesenes
»Er-Innern/Ver-Innerlichen« zu ermöglichen – .
IN MEMORIAM
Ge(h)-Denken . Er-Innern . Betrachten .
An jedem einzelnen Eugenik- & »Euthanasie«-Verbrechen –
bei ca. 300.000 Ermordungen und 400.000 Zwangs-sterilisationen – sind beim jeweiligen Durchführungsprozess oft mehr als 10–15 Personen beteiligt oder mitinformiert. Dazu gehörten z. B. Ärzte, Richter, Beamte, Polizisten, Schwestern, Pflegepersonal, Zugführer, Busfahrer und Leichenbestatter – um nur einige zu nennen.
Und da die Opfer und Betroffenen zumeist aus der »Mitte der Gesellschaft« stammen, sind auch die nächsten Angehörigen, Nachbarn und Denunzianten ja irgendwie mit involviert.
Hintergrund-Infos zu den massenhaften NS-»Euthanasie«-VerbrechenEUGENIK
Historikerin Dagmar Herzog
Autor Ernst Klee
Stolpersteine Gunter Demnig
Online-Ausstellungen zu Trauma-Vererbung & NS-Eugenik-Verbrechen
Weitere Verlinkungen . Quellen . Literatur .
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