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 Edward Wieand: ERNA KRONSHAGE . Geboren 1922 - Ermordet 1944 . Mein Lachen ist Weinen . E-Book, umfassende Doku-, Text- & Bild-Collage in 26 Abschnitten - als permanente Blog-Veröffentlichung: click, 2010-2024 ff. 

 

click zur Querflöten-Musik aus 'Schindlers Liste' im Arrangement und gespielt von Heti Schmidt-Wissing zur Gedenksteinlegung am Grab von Erna Kronshage am 10.12.2022
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Seit 1986

versuche ich, dem viel zu kurzen Leben meiner Tante Erna Kronshage auf die Spur zu kommen.

 

Die Beiträge dieser Website dokumentieren zunächst Ernas Kindheit ab 1922 als jüngstes Kind in einer 13-köpfigen bäuerlichen Großfamilie.

 

Anschließend wird dann aber die 484-tägige verhängnisvolle Ereigniskette ab Oktober 1942 – Schlag-auf-Schlag – fokussiert:

 

Erna, 19 Jahre alt, ist inzwischen als dienstverpflichtete „Haustochter“ in der elterlichen Landwirtschaft tätig. Aufgrund der Kriegsbedingungen ab 1939/40 stellt sie dort die einzige reguläre Arbeitskraft dar.

Die steigenden Anforderungen belasten sie zunehmend. Das auferlegte erhöhte Arbeitspensum bewältigt sie nicht mehr allein. Das führt schrittweise zu ihrer wachsenden Unzuverlässigkeit und dazu, dass sie die ihr übertragenen Dienstaufgaben nicht mehr erfüllen kann.

  • Um ihre Arbeitsfähigkeit jetzt umfassend mental und kräftemäßig wiederherzustellen, entschließt sie sich zu einem Aufenthalt in einer »Heil«-Anstalt, wozu sie sich sogar
  • polizeilich zwangseinliefern lässt, um so als noch Minderjährige den ausdrücklichen Willen ihrer sorgeberechtigten Eltern zu unterlaufen, die auf ihre Hilfe auf dem Bauernhof eigentlich nicht verzichten können.
  • Aber in dieser »Heil«-Anstalt trifft Erna auf dort tätige in die »Rassenhygiene« bzw. »Eugenik« eingebundene NS-Psychiater, die überraschenderweise für sie ad-hoc eine »Schizophrenie« diagnostizieren.
  • Erna wird daraufhin schocktherapiert,
  • zwangssterilisiert,
  • interniert - und - 
  • überzählig aussortiert und abgeschoben -
  • schlussendlich mutterseelenallein in einer abseits im besetzten Polen liegenden »Euthanasie«-Massenmord- Anstalt im Februar 1944 ermordet.

 

 

»Zweck der Gedenkkultur ist das Gedenken selbst.«

 

»Ich gedenke meiner ermordeten Vorfahren nicht, um das Heute zu verstehen oder das Morgen zu ändern. Ich erinnere mich, weil sich zu erinnern menschlich ist und sich nicht zu erinnern unmenschlich. Das Gedenken ist ein absolutes Humanum, und erst als solches, frei von der Zweckzuschreibung oder Zweckentfremdung, wird es fähig, Wert und Würde des Lebens ins Bewusstsein zu heben.

 

Aber auch das Morgen kann man natürlich nicht außer Acht lassen. Man sitzt ohnehin einer optischen Illusion auf, wenn man glaubt, die Vergangenheit entferne sich kontinuierlich.

 

Wir wissen, der Raum ist krumm. Je ferner das Gestern nach hinten rückt, desto unmittelbarer schreitet es von vorn wieder auf uns zu.«                                                                                        (Auszug aus einem Text von Alexander Estis: »Jetzt ist Schluss!«)

 

 

H E U T E   I S T   D A S   G E S T E R N   V O N   M O R G E N 

KURZ-VIDEO

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E-PAPERS

KOPIE DER ERB-GERICHTS-AKTE

Verschiedene Formen des Er-Innerns

bewahren das Andenken an Erna Kronshage. Die »klassischen« Memorials wie Gedenktafel und Stolperstein werden ergänzt durch Informationen dazu von Beiträgen auf verschiedenen Social-Media-Plattformen, eine Graphic-Kurzstory, eine szenarische Theaterarbeit in Anlehnung an die Biografie, sowie die verschiedenen Vortragsformen für ganz unterschiedliche Zielgruppen, die das Opferschicksal Ernas beleuchten,

um so ein angemesenes

»Er-Innern/Ver-Innerlichen« zu ermöglichen – . 

 

 

 

 

IN MEMORIAM

GRAPHIC-STRORY

GEDENKSTEIN

MEINE ONLINE- GEDENKPROJEKTE

An jedem einzelnen Eugenik- & »Euthanasie«-Verbrechen –

bei ca. 300.000 Ermordungen und 400.000 Zwangs-sterilisationen – sind beim jeweiligen Durchführungsprozess oft mehr als 10–15 Personen beteiligt oder mitinformiert. Dazu gehörten z. B. Ärzte, Richter, Beamte, Polizisten, Schwestern, Pflegepersonal, Zugführer, Busfahrer und Leichenbestatter – um nur einige zu nennen.

 

Und da die Opfer und Betroffenen zumeist aus der »Mitte der Gesellschaft« stammen, sind auch die nächsten Angehörigen, Nachbarn und Denunzianten ja irgendwie mit involviert.

  • Das summiert sich insgesamt dann zu 4–6 Millionen Augenzeugen, Mitwissenden oder sonstwie Belasteten bei diesen Verbrechen . . .

KEIN VERGESSEN . KEIN BESCHWEIGEN

EUGENIK

TRAUMA-VERERBUNG

HOLOCAUST-LEUGNUNG

ONLINE-AUSSTELUNGEN

 

Hintergrund-Infos zu den massenhaften NS-»Euthanasie«-VerbrechenEUGENIK

Historikerin Dagmar Herzog 

Autor Ernst Klee 

Stolpersteine Gunter Demnig

Online-Ausstellungen zu Trauma-Vererbung & NS-Eugenik-Verbrechen

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