erna kronshage mit militärkäppi ihres bruders (foto ca. 1940 - coloriert)

 

moin & shalom

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mit gedenk-, info- und hintergrundseiten zum vielschichtigen themenkomplex der zwangssterilisation und ns-euthanasie-ermordung meiner tante

erna kronshage

 

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Arbeitskopie der original Erbgesundheitsgerichtsakte

im Verfahren zur Zwangssterilisation von

Erna Kronshage 1943

 

 

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° er-innern, so sagt es das wort, geht an unser inneres sosein - salopp sagt man: es geht an's 'eingemachte'... /

 

 

erinnerungen sind aber auch unzuverlässig und vom "gedächtnis" vorsortiert: manches vergisst man, weil es belanglos ist. manches verdrängt man, weil man sich dafür schämt. manche erinnerungen ­ verändern sich. doch ohne erinnerung verliert jeder mensch nicht nur die geschichte, die er für sein leben hält, er verliert auch sich selbst, seine identität.

 

die mit-teilens-werten erinnerungen werden als geschichte(n) nach- und weiterzählt, um so das in uns aufgeschichtete 'eingemachte' aufzudecken & mit-zu-teilen, um sogar familiengeheimnisse zu verraten / denn:"einer trage des andern last ..." (galater 6,2) - oder: [mit-]geteilte last ist halbe last /

  

fakten werden rekonstruiert, so gut das möglich ist, denn es geht nicht um eine absolute wahrheit, wohl aber um die wahrheit, die sich niederschlägt und offensichtlich niedergeschlagen hat als bodensatz, als "die dinge, denen man auf den grund gehen kann", die es aufzudecken gilt aus vertuschen, beschweigen, verzerren und vergessen -

 

 jenseits etwa auch von unbotmäßigen

"pathosformeln"

in einer ritualisierten und

längst "routinisierten"

gedenk- und erinnerungsarbeit 

 

jenseits etwa auch von unbotmäßigen "pathosformeln" in einer ritualisierten und längst "routinisierten" gedenk- und erinnerungsarbeit - oder dem hin und wieder wahrnehmbaren "abhaken" dieses kapitels als " ein-für-allemal endlich erledigt" - wie gaulands wort vom "vogelschiss in der deutschen geschichte"...

 

die annähernde wahrheit zu rekonstruieren heißt nicht, sie zu wissen - es geht um schlaglichter, um indizien, um wahrhaftige annäherung an das tatsächliche aber längst vergangene geschehen mit all den diversen perspektiven und mit der neugier aber auch leidenschaft von heute - und da haben noch ein paar generationen nachgeborener alle händevoll zu tun...

 

 

 

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"... bitte ich Sie  inständig, mir  

meinen Wunsch schon als  Mensch  zu erfüllen ..."

 
Der besorgte Vater Adolf Kronshage
bettelt im Juni 1943 beim
"Erbgesundheitsobergericht Hamm" 
auf Herausgabe
seiner noch minderjährigen Tochter Erna Kronshage,
um sie vor der Zwangssterilisation
zu schützen ...
 
  • Der Bettelbrief ist ein beschämendes Zeugnis auf dem Weg zur dann auf Beschluss erfolgten Zwangssterilisation am 4. August 1943 - und dann zur Euthanasie-Ermordung in der NS-Vernichtungsanstalt "Tiegenhof" im okkupierten Polen am 20.Februar 1944 ...

Original-Reproduktionen aus der Kopie der Erbgesundheitsgerichtsakte Erna Kronshage (click)

 

erna

ist auf dem familienphoto

von ca. 1930

die zweite von links /

 

die stolze großfamilie kronshage um 1930 - erna ist die zweite von links, die jüngste / das nesthäkchen ... - erna's vater ist der 5. von rechts

erna's vater - also mein großvater mütterlicherseits -  hat um seine tochter trotz eigener gesundheitlicher einschränkungen vehement gekämpft: als elterlich sorgeberechtigter bzw. "gesetzlicher vertreter" (erna erreichte erst 2 monate vor ihrem tod die  volljährigkeit! - damals mit 21 jahren) hat er, der damit ja auch das "aufenthalts-bestimmungsrecht" für seine tochter wahrnehmen konnte, immer wieder mit der "heilanstalt" korrespondiert wegen einer baldigen entlassung, da er die diagnose "schizophrenie" sowieso anzweifelte - und erna zu hause in der land-wirtschaft als einzig übriggebliebene mitarbeiterin dringend benötigt wurde -

 

der landwirtschaftliche nebenerwerbshof der kronshages unterstand in diesen ns-herrschafts- und kriegszeiten zwangsweise den ns-"reichsnährstand"-auflagen und wurde damit auch zu einem "kriegswichtigen" betrieb erklärt, wodurch auch der mitarbeiter-einsatz zentral reglementiert wurde, ggf. auch zwangsarbeiter eingesetzt wurden, um keine ertragseinbußen hinnehmen zu müssen. 

 

erna's "blaumachen" im herbst 1942, mit der das ganze prozedere ja losgetreten wurde, war also keineswegs nur eine familieninterne angelegenheit...

 

click zur komplett-kopie der erbgesundheitsgerichtsakte

 

... sondern musste "von amts wegen" in einem kriegswichtigen "reichsnähr-stand-betrieb" angezeigt und gemeldet werden, denn erna war als "haustochter im elterlichen betrieb" ja als land-/hauswirtschaftliche arbeiterin dort offiziell berufstätig angestellt. 

 

damit war sie gänzlich freigestellt von den damals üblichen zwangsdiensteinsätzen der jugendlichen wie "pflichtjahr", "landjahr" oder "reichsarbeitsdienst". und deshalb schickte die zunächst angesprochene ns-gemeinde-fürsorgerin erna zum amts-   ärztlichen dienst der kreisgemeinde, der die ursache der plötzlichen verstimmung und arbeitsverweigerung untersuchen und beurteilen sollte -

 

denn es gab damals nicht etwa einen "gelben schein" vom hausarzt, wie das heute üblich ist bei einer arbeitsunfähigkeit als mitarbeiter

 

hausärzte waren rar, und es musste im weiteren sinne der "betriebs"-vertrauensarzt konsultiert werden: die arbeiterschaft in der zwangsreglementierten landwirtschaft war eher "militärisch" straff durchorganisiert - auch im hinblick auf die etwaigen ost- und zwangsarbeiter vielleicht in der nachbarschaft.

 

und der vater wollte natürlich auch die jetzt drohende zwangssterilisation verhindern, die auf antrag des anstaltsdirektors durchgeführt werden sollte, eben wegen dieser anzuzweifelnden chronischen "erb-erkrankung"... 

click to:  ERNA'S STORY

clcik
edward wieand

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