MOIN & SHALOM
INTRO
Zum Einstieg wirft das nebenstehende 1.34-min.-TikTok- & Instagram-Video »RIP, Erna Kronshage« von Susanne Siegert Schlaglichter auf die Inhalte dieser Website:
Darüberhinaus werde ich versuchen, in einzelnen Abschnitten verschiedene Hintergründe und Online-Projekte zu diesen hunderttausendfachen deutschen Eugenik- & Psychiatrie-Verbrechen aufzuzeigen und mit-zu-teilen.
So lädt diese mehr als 90-teilige Website insgesamt u.a. zu einer digitalen Akteneinsicht ein, zum digitalen Forschen, zum Stöbern, Informieren und Reflektieren – jeweils mit einer Fülle von Verlinkungen und Querverweisen.
Damit sich die Abläufe und Geschehnisse vor mehr als 80 Jahren auch nur in etwa heutzutage vergegenwärtigen und wahrnehmen lassen, habe ich neben Original-Fotos und überlieferten Doku-Materialien auch weitere digi-tale Online-Darstellungen mit einbezogen: – das Vergangene wird virtuell in Szene gesetzt, um ihm im Hier & Jetzt gebührend nachzuspüren . . .
• je gestern • desto heute • umso morgen –
»Die Vergangenheit ist niemals tot.
Sie ist nicht einmal vergangen.«
William Faulkner
An einem einzigen Durchführungs-Verfahren
zu diesen staatlich verordneten Eugenik-Verbrechen sind jeweils mindestens zehn bis fünfzehn Personen arbeits-teilig eingebunden, beteiligt oder mit betroffen: z.B. Ärzte, Richter, Amtsinhaber vor Ort, Ortsfürsorgerinnen, Staats-anwälte, Polizisten – Beamte, Bedienstete und Sachbearbei-ter in einer Vielzahl von zuständigen Ämtern und Verwal-tungen der beteiligten Institutionen – Krankenpflege- und Medizinalpersonal, Fahrdienstleiter, Zugführer, Busfahrer – aber ebenso natürlich auch ängstlich-schamhaft wegschauende, schweigende, gleichgültige oder abgelenkte und überforderte geplagte Angehörige, Nachbarn und sonstige Bezugspersonen – Mitmenschen also wie du und ich.
Und das rechnet sich hoch zu mehr als drei bis vier Mio. Mitwissende aus den Reihen der damaligen »Reichs-bürger« quer durch die Mitte der Gesellschaft – bei über acht Mio. freiwillig eingetretenen NSDAP-Parteimit-gliedern – von knapp achtzig Mio. damaligen Einwohnern insgesamt.
Und wie viele beteuerten und versichern immer noch, von »nichts gewusst« und »nichts mitbekommen« zu haben.
»Sofern es überhaupt ein ›Bewältigen‹
der Vergangenheit gibt,
besteht es im Nacherzählen dessen,
was sich ereignet hat.«
Hannah Arendt
Mein Online-Bildpoem zu Erna
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