Glenn Gould:

Beethovens Pianosonate No. 23 "Appassionata"

  • Kontakt
  • Kritik
  • Diskussion
  • Danksagungen
  • und Ermunterungen: 

info[ɛt]eddywieand (minus)sinedi.de

CLICK HERE TO WIKIPEDIA
CLICK
40 jahre diakonische arbeit: das kronenkreuz
click
das große (z)erbrechen: mach kaputt was dich kaputtmacht
click
CLICK HERE TO "SINEDI.MACH.@RT.GALLERY"

° geschichte . leben . 

 

J  E     G  E  S  T  E  R  N   .   D  E  S  T  O    H  E  U  T  E   .   U  M  S  O     M  O  R  G  E  N

 

click

Erbgesundheitsgericht / Zwangssterilisation

Die Arbeitskopie der kompletten Erbgesundheitsgerichtsakte von 1943 von Erna Kronshage - zum durchblättern...

 

 

adolf kronshage (1876-1944) - hier mit seiner lieblingskuh - hat sich als schreinergeselle und nebenerwerbs-landwirt mit den ns-ärzten und -institutionen angelegt, um für leben, wohlergehen und die unversehrtheit seiner jüngsten tochter erna zu kämpfen

erna's vater - also mein großvater -  hat um seine tochter trotz eigener gesundheitlicher einschränkungen vehement gekämpft:

 

als elterlich sorgeberechtigter bzw. "gesetzlicher vertreter" (erna erreichte erst 2 monate vor ihrem tod die  volljährigkeit! - damals mit 21 jahren) hat er, der damit ja auch das "aufenthalts-bestimmungsrecht" für seine tochter wahrnehmen konnte, immer wieder mit der "heilanstalt" korrespondiert wegen einer baldigen entlassung, da er die diagnose "schizophrenie" sowieso anzweifelte - und erna zu hause in der landwirtschaft als einzig übriggebliebene mitarbeiterin dringend benötigt wurde -

 

 

 

der landwirtschaftliche nebenerwerbshof der kronshages unterstand in diesen ns-herrschafts- und kriegszeiten zwangsweise den ns-"reichsnährstand"-auflagen und wurde damit auch zu einem "kriegswichtigen" betrieb erklärt, wodurch auch der mitarbeiter-einsatz zentral reglementiert wurde, ggf. auch zwangsarbeiter eingesetzt wurden, um keine ertragseinbußen hinnehmen zu müssen.

 

erna's "blaumachen" im herbst 1942, mit der das ganze prozedere ja losgetreten wurde, war also keineswegs nur eine familieninterne angelegenheit, sondern musste "von amts wegen" in einem kriegswichtigen "reichsnähstand-betrieb" angezeigt und gemeldet werden, denn erna war als "haustochter im elterlichen betrieb" ja als land-/hauswirtschaftliche arbeiterin dort offiziell berufstätig angestellt. deshalb schickte die zunächst angesprochene ns-gemeindefürsorgerin erna anschließend zum amtsärztlichen dienst der kreisgemeinde, der die ursache der plötzlichen verstimmung und arbeitsverweigerung untersuchen und beurteilen sollte - ... und es gab damals nicht etwa einen "gelben schein" vom hausarzt, wie das heute üblich ist bei einer arbeitsunfähigkeit als mitarbeiter, denn die hausärzte waren rar, und es musste im weiteren sinne der "betriebs"-arzt konsultiert werden: die arbeiterschaft in der zwangsreglementierten landwirtschaft war eher "militärisch" durchorganisiert - auch im hinblick auf etwaige ost- und zwangsarbeiter vielleicht in der nachbarschaft.

 

und der vater wollte natürlich auch die jetzt drohende zwangssterilisation verhindern, die auf antrag des anstaltsdirektors durchgeführt werden sollte, eben wegen dieser anzuzweifelnden chronischen "erb-erkrankung" - 

 

click

und hilf bitte mit, dass erna's story nicht vergessen wird: erzähl sie weiter

 


E-Mail