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 Edward Wieand: ERNA KRONSHAGE . Geboren 1922 - Ermordet 1944 . Mein Lachen ist Weinen . E-Book, umfassende Doku-, Text- & Bild-Collage in 26 Abschnitten - als permanente Blog-Veröffentlichung: click, 2010-2024 ff. 

 

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6 x 9-Agfa-Box-Aufnahme meines Vaters von seiner Schwägerin Erna beim Wäschewaschen am Brunnen – ca.1938/39

        ERNA KRONSHAGE   1922–1944

 

 

 

 

 

Leben &

Vernichtung

 

 

EINGELIEFERT .  ZWANGSSTERILISIERT .  INTERNIERT .  ABGESCHOBEN . ERMORDET

CHRONOLOGIE  .  REPORT  .  COLLAGE  .  REFLEXION  .  ER-INNERN  . GE(H)DENKEN

 

 

  • Die Beiträge der Website skizzieren zunächst Ernas Kindheit ab 1922 als jüngstes Kind in einer 13-köpfigen bäuerlichen Großfamilie.

 

  • Ab Oktober 1942 entwickelt sich dann Schlag-auf-Schlag aber eine 484-tägige verhängnisvolle schicksalhafte Ereigniskette – bis zu einem ganz bitteren Ende:
  • Erna ist inzwischen 19 Jahre alt und arbeitet – wie damals zwingend vorgeschrieben – als eine jugendlich-dienstverpflichtete „Haustochter“ auf dem Bauernhof ihrer Eltern. 
  • Aufgrund der allgemeinen Kriegsbedingungen ab 1939/40 werden die Brüder Ernas zum Militär beordert - die älteren Schwestern wohnen inzwischen nicht mehr zu Hause. 
  • Erna bleibt somit nur noch als die einzige regulär verbliebene Arbeitskraft neben ihren Eltern im landwirtschaftlichen Familienbetrieb zurück. 

 

  • Die immer bedrückendere Versorgungslage im Krieg bringt es mit sich, dass von jedem Bauernhof zwangswirtschaftlich von der NS-Bauernschaft, dem »Reichsnährstand«, genau festgesetzte Ertragsmengen von Acker und Vieh abzuliefern sind! 

 

  • Diese insgesamt sich immer weiter steigernden Gesamtanforderungen belasten Erna zunehmend. Das auferlegte erhöhte Arbeitspensum kann sie so – zumeist auf sich allein gestellt – auf Dauer nicht mehr bewältigen.
  • Hinzu tritt ein schleichend einsetzendes Verlustempfinden von Geborgenheit und Sicherheit als Jüngste jetzt in einer schrumpfenden ehemaligen Großfamilie, sowie die sich gleichermaßen verstärkenden Kriegs- und Zukunftsängste und eine daraus resultierende allgemeine Perspektivlosigkeit – die Erna gänzlich resignieren lässt.
  • Es kommt bei ihr zuerst zu Bummeleien aber dann auch zu Auflehnungen gegenüber den Eltern und zu kompletten Arbeitsausfällen.

 

  • Solche Unregelmäßigkeiten in einer nun als »kriegswichtig« eingestuften Landwirtschaft müssen bei der örtlichen »NSV-Volkspflegerin« (»Braune Schwester«) angezeigt werden –
  • und die ordnet nun eine umfassende amtsärztliche Überprüfung des aktuellen Leistungsvermögens der 19 Jahre alten, schmächtigen, überforderten, körperlich »ausgebrannten«, doch intellektuell wohl unterforderten Erna an – [1,73 = Notenschnitt im Schul-Abschluss-Zeugnis] –
  • Erna »will nicht mehr zu Hause bleiben, sondern unter intelligente Menschen gehen« [Zitat]).

 

  • Um ihre Arbeitsfähigkeit rasch umfassend wiederherzustellen, erkundigt sich Erna bei der Amtsarzt-Untersuchung nach einer Möglichkeit, für eine Regenerationsphase in die »Heil«-Anstalt Gütersloh aufgenommen zu werden – wohl nach dem Vorbild ihrer Schwestern Frieda – 
  • wozu sie sich dann auch schon am nächsten Tag mit einer entsprechenden Überweisung im Beisein und wahrscheinlich nach dem Willen der »Braunen Schwester«​​ polizeilich zwangseinliefern lässt,
  • um so als noch Minderjährige den ausdrücklichen Willen ihrer sorgeberechtigten und ältergewordenen Eltern zu unterlaufen, die auf ihre Hilfe auch kurzfristig nicht verzichten wollen.

  • In der »Heil«-Anstalt Gütersloh jedoch trifft Erna auf mittlerweile dort tätige in »Rassenhygiene« bzw. »Eugenik« eingebundene NS-Psychiater, die für sie aufgrund der Familienkonstellationen unter eugenischen Gesichtspunkten mit einer rasch erstellten »Sippen-Tafel« ad-hoc eine »Schizophrenie« diagnostizieren.

  • Erna wird daraufhin schocktherapiert,
  • zwangssterilisiert,
  • interniert - und - 
  • überzählig aussortiert und abgeschoben -

 

  • schlussendlich mutterseelenallein in einer abseits im besetzten Polen liegenden »Euthanasie«-Massenmord-Anstalt im Februar 1944 ermordet.

 

Übersichts-Flyer

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ERBGERICHTSAKTE

 

INFOTHEK

 I N F O R M I E R E N   -  M E I N U N G    B I L D E N   -   M I T D I S K U T I E R E N

 

 

 

 

 

 

 

ERNA KRONSHAGE

GE(H)-DENKEN . ER-INNERN

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