Fritz Perls - einer meiner "Gurus" - der Vater der "Gestaltarbeit" ... Sein "Gestalt-Gebet" ist mir lieb und wert geworden ...

 

P R O L O G :   G E S T A L T - G E B E T 

 

Ich lebe mein Leben und du lebst dein Leben.
Ich bin nicht auf dieser Welt, um deinen Erwartungen zu entsprechen –
und du bist nicht auf dieser Welt, um meinen Erwartungen zu entsprechen.
ICH BIN ich und DU BIST du –
und wenn wir uns zufällig treffen und finden, dann ist das schön,
wenn nicht, dann ist auch das gut so.

 

Fritz Perls

ich

... ich bin viele ...

edward (eddy) wieand - aka "sinedi"

 

- jahrgang 1947

- ich bin also historisch bedingt  ein "typischer" 68er 

- verheiratet

- ein längst meiner obhut entwachsener sohn 

 

- wohnhaft in ostwestfalen

 

- nach schulabschluss 1962 zunächst schriftsetzerausbildung bei einer tageszeitung
- weiterbildung zum fotosetzer und tätigkeit als korrektor in einem großverlag

 

- nach 9-monatigem grundwehrdienst anerkennung als kriegsdienstverweigerer

- anschließend 9-monatiger zivildienst im wohn-, pflege- und beschäftigungsbereich vorwiegend anfallskranker menschen

 

- 1969: beruflicher neueinstieg in die pflegerisch-heilpädagogische begleitung und unterstützung von menschen mit behinderungen

- mehrjährige berufsbegleitende umschulungs- und qualifizierungskurse mit z.t. staatlichen zertifizierungsabschlüssen in

  • krankenpflegehilfe
  • sozial-/heilpädagogik
  • heimleitung
  • kreativer gestaltarbeit 
  • dipl.-supervision und organisationsberatung

- 1970 bis 2009: verschiedene z.t. langfristige leitungs-, planungs- und beratungsaufgaben in zwei großen diakonischen stiftungen für menschen, die auf hilfe, unterstützung und assistenz angewiesen sind

 

- 2009: nach mehr als 47-jähriger ununterbrochener berufstätigkeit eintritt in den beruflichen (vor-)ruhestand

 

- seit 1986 recherchen zum leidensporträt meiner tante erna kronshage (*1922), die 1944 in einer nazi-"euthanasie"-tötungsanstalt ermordet wurde

seit 2010 dazu für interessierte zielgruppen verschiedene digitale memorial- und dokumentationsblogs, bildmagazine sowie videos und infoveranstaltungen vor ort

 

- seit 2009 blogge & gestalte ich auch anderweitige webseiten

 

visiting card in brief in english: i am an old geek or nerd | a 68er | a leftish-green infested do-gooder -|- my blog topics are: actualities | politic | satire | gestalt | culture | spirituality | arts | lyric | literature | photo|graphic | memorial culture | nazi-euthanasia-murders | the portait of suffering of my aunt erna kronshage 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

der weg dorthin

ist der weg hindurch

 

ja - ich bin angesprochen worden, was es bei mir mit diesem sinnspruch - oder besser: mit diesem "leit"spruch - auf sich hat. 

 

ich greife schon so lang ich denken kann da immer wieder drauf zurück, weil mir der spruch simpel mut macht für eine unumkehrbare tatsache: um irgendwo anzukommen - um ein ziel zu erreichen - um "da oder dorthin" zu gelangen, muss ich immer zunächst eine strecke zurücklegen: und jeder weg beginnt mit dem ersten schritt - ich muss mich also "auf'n patt machen" ...
 
schon früh erinnere ich ein gespräch meiner mutter mit einer nachbarin, als sie über mich als kind miteinander in meinem beisein sprachen - ich war so 7-8 jahre alt also so ca. 1954-1955 - und meine mutter schilderte der nachbarin irgendwelche sorgen um mich - aber die nachbarin, sie wohnte gegenüber und sah mich öfter - meinte irgendwie anerkennend: "er geht doch aber dadurch!", was mich auch so stolz machte, das ich es bis heute behalten habe ...
 
gut - es können einem auch mal die pferde durchgehen - aber hier in meinem spruch ist die tatsache gemeint, dass jeder trampelpfad irgendwohin immer auch ein weg "durch" etwas ist, was man absolvieren muss und abklappert und hinter sich lässt - um anzukommen: "sie haben ihr ziel erreicht", wie dann die dame auf dem navi heutzutage vermeldet - oder eben die innere stimme meines inneren navis - einfach auch dieses gefühl, "angekommen" zu sein ... 
 
nach einer strecke von a nach b erreiche ich das ziel - und diese strecke kann es ja in sich haben: matschweg, glatteis, auf dem ich ausrutschen kann - die dinge "laufen" nicht so, wie es sein müsste - etwas, was aufhält, den weg sperrt, was sich in den weg stellt - was ich mit obacht umgehen oder umfahren muss - ab und zu habe ich ja vielleicht begleitung, gefährten an meiner seite, mit denen man sich abstimmen muss, den richtigen pfad zu finden ...
 
zumeist ist also "der weg dorthin" nicht immer einfach schnurgeradeaus und schwupps ist man da: nein - in den allermeisten fällen muss man erst "hindurch", hindernisse durchstreifen und beiseite räumen - und geduldig sein, bis zur ankunft... - na ja - und selbstkritisch muss ich bekennen: mit der "geduld" hab ich es nicht immer so ...
 
und dieses an sich simpele phänomen taucht das ganze leben immer
 
wieder auf - ja - das ganze leben ist ja "ein weg" - wohin, das stellt sich erst am schluss heraus - ein weg auf alle fälle  "hindurch": durch die kindheit, durch die adoleszenz mit ihren inneren krisen und ablösemechanismen, die ja bei mir einhergingen mit den "wilden 68-ern", die lebenspartner und kinder, die berufe, die man erlernt und ausübt in einer schnelllebigen zeit und in betrieblichen situationen, die anpassung und mitgehen verlangen - bis hin zu den ruhigeren schlenderwegen jetzt im "ruhestand", ohne bewegungsunfähig zu werden - sich eben weiter"hin" (!) "auf'n patt zu machen" - ziele anzupeilen - um dort anzukommen - und weiter - immer weiter ...

ja - und vielleicht ... - also manche meinungen gibt es ja, dass auch der tod nur ein vorübergehender weg der seele durch ein "finsteres tal" ist, an dessen ende wieder licht hineinflutet - und weiter geht es - auf ein neues ...
 
und diese an sich simplen zeilen können sogar schon als motto und überschrift für eine schwangerschaft stehen: auch dabei durchläuft es ja einen "weg dorthin" - zur letztendlichen geburt des fötus - und ist immer auch "ein weg hindurch" - im wahrsten sinne des wortes sogar und gar nicht nur allegorisch gemeint ...
 
wer diesen spruch mal in einer wahrscheinlich meditativen situation mir "mit auf den weg" gegeben hat, oder ob ich ihn einfach in mir vorfand, weiß ich nicht mehr - ich denke manchmal, vielleicht ist es auch nur die für mich wenigstens plausiblere "weiterführung" des konfuzius-satzes: "der weg ist das ziel" - aber vielleicht stand ja auch hermann hesse pate oder auch an der bhagwan oder irgendein anderer guru auf meinem weg - und jesus war ja auch die meiste zeit "auf dem weg" und sagte von sich: "ich bin der weg, die wahrheit und das leben ..." - und nach logion 42 im thomas-'evangelium' sgt jesus auch: "werdet vorübergehende!" - ja, jesus musste "hindurch" - um in und bei seinem "abba" letztlich zu sein - und gleichzeitig der "abba" in ihm  wachsen und gestalt annehmen konnte ...
 
ich nenne meinen leitspruch inzwischen meine ureigene innere "navi-regel": nur "der weg dorthin ist der weg hindurch" - und auf dieses innere navi, das mich immer wieder auf den richtigen weg führt und leitet bis zum ziel, auf dieses innere navi ist echt verlass - ganz in echt jetzt ...

ich (er)lebe diesen leitspruch auch in den posts zu meinem sinedi-blog: da finde ich als ausgangspunkt eine information in einer der im internet zugänglichen gazetten und publikationen - eine information, die mich plötzlich interessiert und anzieht und in die ich einzutauchen beginne: auch da beginnt "ein weg", der mich dann schließlich zu meiner stellungnahme (ver)leitet - und der noch gar nicht genau weiß, wo er ankommen wird: was spricht mich an, was wird da in mir ausgelöst, was findet nachhall und zustimmung oder auch ablehnung: und diese "auseinandersetzung - das ist dann der "weg hindurch" ...

oder auch meine bilder: da ist zunächst meist ein photo als "grundstoff" - als aus"gangs"punkt: "es geht los" - ich "verfremde" das "geknipste" mit dem rechner, walke es durch für mich geeignet erscheinende filter meiner photo- und graphic-bearbeitungs-programme auf dem rechner, spiele und hantiere - und auch hier ist es dann "der weg hindurch" - bis es mir plötzlich "richtig" erscheint - oder dann auch manchmal unansehnlich überfrachtet für mich verworfen wird, ins digitale nirwana ...
 
aber nix für ungut - und chuat choan ..
 

und wenn du lust hast - schau hier:

Warum


Herbert Grönemeyer

 

Es gibt keinen Schmerz, nur über zwölf Runden
Es gibt keinen Gong, der dich aus deinem Kampf befreit
Auch keine Zeit heilt dir deine Wunden
Bei jedem falschen Wort reißen sie erneut
Es ist bretthart, das Glück stets hinter Gittern
Du kauerst stumm in einer Nische namens „Warum?“
Und ein Jahr hat bei dir nur vier Winter
Und jeder kleinste Windhauch bläst dich eisig um

 

Fragst du dich auch, wenn dein Herz davonläuft
Fragst du dich auch, wenn der Boden sich verzieht
Ob du verkehrt bist, ob nur du dich bereust?
Warum gibt es dich? Warum singt keiner mit dir ein Lied?

 

Warum bin ich ein anderer Mensch?
Warum fehlt mir zu mir jeglicher Bezug? (jeglicher Bezug)
Lieg' ich nur falsch auf meinen fernen Routen?
Keiner sieht meine Fahne und kein Meer spürt meinen Bug

 

Fragst du dich auch, wenn dein Herz davonläuft
Fragst du dich auch, wenn der Boden sich verzieht
Ob du verkehrt bist, ob nur du dich bereust?
Warum gibt es dich? Warum singt keiner mit dir ein Lied?

 

Und wird der Tag meine Taten messen?
Und nimmt der Tag all meine Lügen in Kauf?
Wenn die Liebe sich traut, mich anzusprechen
Fall' ich drauf rein und schließ' mich auf?

 

Songwriter: Herbert Groenemeyer

 

und noch ein lebensmotto - gesungen von konstantin wecker

Was keiner wagt

 

Text: Lothar Zenetti, deutscher Theologe und Schriftsteller

- nach einem Aphorismus von J.W.v.Goethe

 

Was keiner wagt, das sollt ihr wagen
Was keiner sagt, das sagt heraus
Was keiner denkt, das wagt zu denken
Was keiner anfängt, das führt aus

Wenn keiner ja sagt, sollt ihr's sagen
Wenn keiner nein sagt, sagt doch nein
Wenn alle zweifeln, wagt zu glauben
Wenn alle mittun, steht allein

Wo alle loben, habt Bedenken
Wo alle spotten, spottet nicht
Wo alle geizen, wagt zu schenken
Wo alles dunkel ist, macht Licht

Wo alle loben, habt Bedenken
Wo alle spotten, spottet nicht
Wo alle geizen
(Alle geizen)
Wagt zu schenken
(Wagt zu schenken)
Wo alles dunkel ist -
Macht Licht

 

Leonard Cohen: DIE GEDANKEN SIND FREI (deutsch) - 1976 - Slideshow

68er: ONE DAY - martin luther king | in memoriam - ermordet am 04.04.1968

MY FAVORITE MUSIC 

 

ATOM-HEART-MOTHER-SUITE

PINK FLOYD 

 

EARTH-SONG

MICHAEL JACKSON


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