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EUTHANASIE . DOKUS . MEDIATHEK

EINE AUSWAHL ZUR ORIENTIERUNG

 

 

click auch zu den Infos auf der Seite: Internet-Gedenkforen

 

 

click

I N F O S   Z W A N G S S T E R I L I S A T I O N   &  N S - E U T H A N A S I E

  • >>> click vielleicht zuerst zum grundlegenden video der gedenkstunde des bundestages am 27.01.2017 für die opfer der ns-euthanasie ​

"mord an kranken"

ein neues 15-min. kompakt-info-video aus der lehr-, lern- & wissens-werkstatt   MrWissen2go . Geschichte
 

& siehe zum thema: bundeszentrale für politische bildung "bpb":  "euthanasie"-infos

"ohne gnade"

themenabend des br-fernshen zur ns-euthanasie & der ethischen bedeutung im hier & jetzt -
40-min. doku  anhand von 3 konkreten opfer-biografien und  30-min. diskussion - auch zur ethik der pandemie-triage-entscheidungen

>>> click >

 

NDR .  Doku-Audio-Seite: "Euthanasie-Rassenhygiene im Nationalsozialismus"

Hinweise zu den vorhandenen "Euthanasie"-Patienakten im Bundesarchiv

ca. 30.000 Unterlagen

Die Zwangs-sterilisation des Hans Lieser

Dokumentarfilm von Bettina Leuchtenberg und Harald Günzel , 2007

 

Grundlage der massenweise durchgeführten Zwangssterilisation ist das aus dem Jahr 1933 stammende „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ (GVen). 

Vergessene NS-Opfer

Vergessene NS-Opfer
Zwangssterilisiert im Dritten Reich

 

Unter Hitler galt: Nur gesunde Deutsche sollten Kinder bekommen. Rund 350.000 Behinderte und psychisch Kranke wurden im NS-Regime als "Erbkranke" zwangssterilisiert. Nur wenige leben heute noch. Sie hoffen auf Entschädigung.

 

So wie  z.B. Dorothea Buck. 

DIE FREIGABE DER VERNICHTUNG LEBENSUNWERTEN LEBENS 

 - Ihr Maß und ihre Form

 

Karl Binding - Alfred Hoche

 

- Leipzig 1920 -

2. unveränderte Auflage 1922

 

1920 erscheint die Schrift „Die Freigabe der Vernichtung lebensunwerten Lebens" von dem Psychiater Alfred Erich Hoche (geb. 1865) und dem Juristen Karl Binding (geb. 1841).

 

In diesem Werk befürworten sie eine Art Sterbehilfe bei Todkranken - sowie die Tötung "minderwertiger" kranker und behinderter Menschen. Da sämtliche "Euthanasie-" bzw. Krankentötungs-Befürworter in der NS-Zeit sich auf dieses Buch berufen, sei es im Folgenden komplett "gelinkt".

Architektur des Untergangs

Ein wichtiger Aufarbeitungs-Film zum verirrten NS-Zeitgeist mit all den Folgen ...

Es gelingt Peter Cohen die selbstmörderische Vernichtungs-Ideologie und die ungeheuerlichen Verbrechen des Nazi-Regimes aus dem Schönheitsbedürfnis seiner geistigen Führer abzuleiten. - Sprecher: Bruno Ganz

 

60-min. Video        planet wissen

verschiedene sequenzen zum thema ns-euthanasie

 

Video Planet Schule: Die Mordfabrik Grafeneck

click zum pdf-Aufsatz
click zur bundeszentrale für politische bildung bpb - und dort die auch die links beachten !!!
click zur Anfrage und den Antworten und Links auf dem Blog von Christoph Pallaske
Neue barrierearme Internetseite in leichter Sprache zu den nationalsozialistischen Euthanasie-Verbrechen - click

Das zweistündige Feature vom 17.04.22 im „frei.raum“ des Bermuda.funk (Freies Radio Rhein-Neckar) befasst sich mit dem Thema „Euthanasie“, Zwangssterilisation und Menschenversuche in der NS-Zeit. Der Beitrag wurde von Studierenden der Fakultät Sozialpädagogik der Hochschule Mannheim produziert und ist Bestandteil eines Lern- und Forschungsprojekts über Biografien von Geschädigten nationalsozialistischen Terrors.

In der Hörfunksendung gibt es Auszüge von Interviews mit Überlebenden, die in den Jahren 2006 bis 2008 vom Bund der „Euthanasie“-Geschädigten und Zwangssterilisierten (AG BEZ) geführt wurden. Der BEZ setzt sich für die Rehabilitierung der Opfer und leistet einen wichtigen Beitrag gegen das Vergessen des erlittenen Unrechts. Die Produktion ist in Kooperation mit dem BEZ entstanden und die ehemalige Geschäftsführerin Margret Hamm leitet in das Thema ein.

Aktion T4 - Das Euthanasie Programm der Nazis from absolut MEDIEN on Vimeo.

Das Original-Video als English-Version komplett auf YouTube - click here

  • wissenschaftler*innen haben inzwischen empirisch ermittelt, das mindestens jeder 8. erwachsene, dessen ursprungs- und/oder angeheiratete familie im krieg in deutschland lebte, verwandt sein müsste mit einer person, die direkt oder indirekt in das ns-euthanasie- und zwangssterilisationsgeschehen auf der opfer- oder täterseite oder im bereich der helfer und helfershelfer in irgendeiner weise aktiv mit eingebunden war (grob überschlagen betrifft das heutzutage ca. 5 mio. menschen).
  • durch das aussterben der authentischen zeitzeugen, aber auch durch den herrschenden zeitgeist tritt das thema der ns-krankenmorde in den familien und im schul-, bildungs- und forschungssektor immer weiter in den hintergrund, obwohl noch längst nicht alle einzelheiten dazu hinreichend bekannt sind.
  • auch institutionen, die "von amts wegen" mit dem thema 'verhaftet' sind (staatliche [rechts-]nachfolge-organisationen in den alten ns-mordpsychiatrie-einrichtungen und kliniken oder gedenkstätten und archive u.ä.) zeigen eine gewisse müdigkeit in ihren aktionen und inzwischen routinemäßig ritualisierten gedenkveranstaltungen - auch nach dem motto: "der gedenkstein ist gelegt - nu kann es aber auch mal gut sein" ...
  • es werden schülersprecher zitiert mit dem spruch: "nicht schon wieder 'drittes reich' oder holocaust oder ns-euthanasie-opfer" ... bei schüler-exkursionsfahrten auf den spuren der ns-geschichte fließt meistens eher mehr energie in die planung der abschluss-fete als in die dokumentation und mediale nach- und aufbereitung der fahrteindrücke.
  • von den rund 300.000 mordopfern der verschiedenen ns-euthanasie-vernichtungsaktionen sind bis heute vielleicht rund 500 einzelbiografien umfassend erforscht und ggf. veröffentlicht. in den meisten betroffenen familien wird das thema zumeist weiterhin verdrängt und gerät mit der generationen-abfolge immer weiter ins hintertreffen. wobei auch wichtiges bild- und urkundenmaterial unbeachtet verschwindet und vernichtet wird. 
  • "das vergessen der vernichtung ist teil der vernichtung selbst" - so hat es der sozialpsychologe harald welzer in anlehnung an den philosophen jean baudrillard in unseren tagen formuliert: das vergessen des grauens ist also von den tätern implizit mitgedacht und haargenau  einkalkuliert worden - und war quasi der sinn der vernichtungsaktionen: die vollständige und totale "ausmerze unwerten lebens" - diese faschistischen ziele schließen eine solche endgültige "tilgung" mit ein...
  • nach 80 jahren fällt immer noch und in den letzten jahren sogar vermehrt ein aktiver austausch in rechtsradikalen verschwörungstheorien in den sozialen medien des internets auf - eine rechtspopulistische partei wird in den bundestag gewählt -
  • gleichzeitig kommt es zu vielfältigen rechtsradikalen morden und mordserien: gemeinsame recherchen der frankfurter rundschau, des tagesspiegels und der zeit bestätigten bis 30. september 2020 eine mindestzahl von 187 rechtsextremen morden in deutschland seit 1990. darin sind die nsu-mordserie, der mordfall walter lübcke, der anschlag in halle 2019 und der anschlag in hanau 2020 enthalten (click here).
  • immer mehr menschen plädieren für eine aktive sterbehilfe (>>>: v. schirachs stück: "gott"), weil sie vorgeblich große angst vor schmerzen, hilflosigkeit und quälender medizinischer überversorgung am ende ihres lebens haben oder über die dauer ihres lebens selbstbestimmen wollen.
  • so wird gleichzeitig gefordert, die wirksamste medizinische hilfe in form einer guten schmerztherapie und palliativmedizin zu erforschen. auch wird eine lockerung der gesetzgebung zur präimplantationsdiagnostik (PID), embryonalen stammzellforschung und eine missbräuchliche aktive sterbehilfe befürchtet. dabei spielen oft auch die sich in der gesellschaft rasch verändernden religiösen argumente eine rolle.
  • die erhöhten fallzahlen unter der pandemie auf den intensivstationen und der strikte shutdown in vielen seniorenheimen sowie die dort oft fehlende ausreichende betreuung im akut-stadium und die damit verbundenen hohen sterbequoten in diesen bereichen haben weltweit auch die diskussionen um "triage"-maßnahmen in der versorgung neu befeuert.
click zur ndr-seite
Mit einem click zur 65-seitigen informativen pdf-Begleitbroschüre
Tatorte: Busse der "Gemeinnützigen Krankentransport GmbH" vor der hessischen Anstalt Eichberg. In den Bussen dieser Firma, einer Tarnfirma der Berliner Euthanasie-Zentrale, wurden die Kranken unter dem Euthanasie-Programm der Nationalsozialisten mithilfe

 

 

aus: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.08.2021, Nr. 176, S. 7


Der Krankenmord


Das Wissen um die systematische Ermordung Kranker und Behinderter während des Zweiten Weltkriegs war in der deutschen Bevölkerung seit der Predigt des Münsteraner Bischofs Graf von Galen am 3. August 1941 weit verbreitet. Dennoch betrieben oft sogar die engsten Angehörigen die Einweisung von Menschen in die psychiatrischen Anstalten. Wie ist das zu erklären?

 

Von Dr. Stefanie Coché

 

Den ausführlichen Artikel hier weiterlesen ....

 

 

Die Verfasserin ist Akademische Rätin am Institut für Neuere Geschichte der Justus-Liebig-Universität Gießen.
 

 

1-std. podcast "history"
click zur playlist: euthanasie in thüringen von "euthanasiewatch"
click zum TAZ-Artikel - & click auf: https://queer-crip.schwulesmuseum.de/
Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein: Portraits von „Euthanasie“-Opfern, die hier ermordet wurdenFoto: Daniel Schäfer/imago

 

 

Aufarbeitung der NS-Zeit


„Euthanasie“-Opfer anerkennen


Die Grünen stellen einen Antrag zur Anerkennung der Verbrechen während der NS-Zeit. Beteiligten Ärz­t:in­nen drohten kaum Konsequenzen.

 

Von JULIA HUBERNAGEL

Autorin - taz (click)

 

 

Ungefähr 300.000 Menschen mit Behinderungen oder psychischen Erkrankungen wurden während der NS-Zeit ermordet. Zu diesen „Euthanasie“-Opfern kommen noch 400.000 Menschen hinzu, die in Krankenhäusern oder Psychiatrien zwangssterilisiert wurden. Zur Tötung ausgewählte Pa­ti­en­t:in­nen wurden meist vergast, mittels Hungerkost langsam ausgezehrt oder erhielten überdosierte Medikamente.

 

Wirklich anerkannt sind diese Opfer auch heute noch nicht, das Bundesentschädigungsgesetz von 1956 schließt die Opfer von „Euthanasie“ und Zwangssterilisation weiter aus. Die Grüne Bundestagsfraktion will das nun ändern und hat einen entsprechenden Antrag im Bundestag gestellt und das Thema bei einem Online-Fachgespräch erläutert.

 

Die Anerkennung käme nun 76 Jahre nach Kriegsende reichlich spät. 2019 starb etwa mit Dorothea Buck eine selbst zwangssterilisierte Psychiatrie-Aktivistin im Alter von 102 Jahren. Doch die jüngsten Entwicklungen stimmen optimistisch: Im letzten Jahr wurden die von den Nazis als „Asoziale“ und „Berufsverbrecher“ Verfolgten als Opfer des NS-Regimes offiziell anerkannt.

 

Ein Gesetz, das die Euthanasie von Behinderten und psychisch Kranken zur Pflicht machte, gab es übrigens nicht. Die Ärz­t:in­nen bewegten sich weitgehend im rechtsfreien Raum, konnten sich jedoch auf das 1934 in Kraft getretene „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ berufen. „Erst 2007 wurde es vom Deutschen Bundestag geächtet, für nichtig erklärt wurde es aber bis heute nicht“, sagt Erhard Grundl, Bundestagsabgeordneter und kulturpolitischer Sprecher der Grünen.

 

Betroffenen wurde nicht geglaubt

 

Medizin und Psychiatrie hätten nach dem Krieg die Deutungshoheit darüber behalten, was während der Nazi-Jahre in ihren Kliniken passiert ist. Obwohl hunderte von Betroffenen von ihren Erlebnissen in den Psychiatrien erzählten, sei ihnen oft nicht geglaubt worden, sagt Ulrika Mientus, die an der Philipps-Universität Marburg über die Handlungsmacht der Zwangssterilisierten und „Euthanasie“-Geschädigten promoviert.

 

Nachdem Betroffene ihre aus der Behandlung resultierenden Folgeleiden schilderten, seien von ihren früheren Ärz­t:in­nen mitunter Gutachten erstellt worden, die die beschriebenen Leiden als unwahrscheinlich darstellten.

 

Zwangssterilisation von geistig Behinderten galt lange nicht als NS-Verbrechen, vielen Ju­ris­t:in­nen und Ärz­t:in­nen sei der Schritt in den 1930er und 1940er Jahren rechtens vorgekommen. Für Me­di­zi­ne­r:in­nen habe die Mitwirkung an der „Euthanasie“ in der Nachkriegszeit kein Karrierehindernis dargestellt, sagt Winfried Süß, Leiter der Abteilung „Regime des Sozialen“ am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung.

Dabei markiere die „Euthanasie“ einen Umschlagpunkt zwischen der Verfolgung und der Vernichtung von unerwünschten Personengruppen. Oft sind noch nicht mal die Gräber der Opfer bekannt und Krankenakten schon während der Nazijahre spurlos verschwunden.

 

Belastende Akten noch in den 90ern vernichtet

 

Dass das Vernichten von Akten auch noch viele Jahre später Methode hatte, erläutert Gerhard Schneider. Schneider ist Krankenhausdirektor des Bezirksklinikums Mainkofen und hat die mehr als hundertjährige Geschichte des Krankenhauses gründlich erforscht. Bereits 1945 habe man angefangen, die Krankenakten zu bereinigen. Meistens wurden die Gewichtstabellen entfernt, um zu vertuschen, dass hier Pa­ti­en­t:in­nen systematisch verhungern lassen wurden, sagt Schneider.

 

1982 erst wurde schließlich die Vernichtung aller Akten, die Sterilisationsverfahren bezeugen, beschlossen. Angehörigen und auch dem Bayerischen Hauptstaatsarchiv sagte man schon damals, dass keine Akten mehr vorhanden seien. Ab ca. 1990 sei die Vernichtung aller Krankenakten von 1869 und 1945 geplant worden, ein großer Teil davon konnte jedoch in den Kellerräumen der Kirche, ja, versteckt werden, sagt Schneider.

 

Damit diese systematische Geschichtstilgung nicht ungestraft bleibt, setzen sich die Grünen ferner für ein Kassationsverbot ein, das die Vernichtung von Dokumenten untersagt. Damit sei es jedoch nicht getan, meint Sibylle von Tiedemann, Koordinatorin der Gedenkinitiative für die „Euthanasie“-Opfer.

 

Man müsse Akten nicht nur erhalten, sondern auch kritisch hinterfragen und zu deuten wissen. Oft sei den Angehörigen nämlich mitgeteilt worden, ihre Verwandten seien an einer Lungenentzündung gestorben. Das könne auch stimmen, nur sei die Lungenentzündung eben durch überdosierte Medikamente künstlich herbeigeführt worden.

 

 

 

 

Gedenkstätte Hadamar


Judith Sucher, Pädagogische Leitung der Gedenkstätte Hadamar, gibt in der Führung über das Gedenkstättengelände und durch die Ausstellung eine Übersicht über die Geschichte der NS-"Euthanasie" in Hadamar .


Der Rundgang fand am 22. Januar 2021 als Facebook-Live Veranstaltung statt.

 

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Die nationalsozialistischen „Euthanasie”-Morde.

Die Ausstellung des Gedenk- und Informationsortes Tiergartenstraße 4 in Berlin

 

Eine Ausstellung der Deutschen Forschungsgemeinschaft, betreut durch die Stiftung Topographie des Terrors

 

Seit September 2014 gibt es in Berlin in der Tiergartenstraße 4 einen Gedenk- und Informationsort für die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie”-Morde. Hier wurde die Ermordung von Menschen mit psychischen Erkrankungen und geistigen Behinderungen geplant und organisiert. Damit wird, über eine seit 1989 bestehende Gedenkplatte hinaus, am historischen Ort der Täter über die „Euthanasie”- Verbrechen informiert und an die Opfer erinnert.

 

Die Wanderausstellung „Die nationalsozialistischen ‚Euthanasie’-Morde” ist eine mobile und barrierearme Präsentation der Inhalte, die am Gedenk- und Informationsort Tiergartenstraße 4 in Berlin gezeigt werden. Die Ausstellung zeigt in zehn Kapiteln die Vorgeschichte, die Voraussetzungen und Durchführung der Patientenmorde. Sie beschreibt die besondere Bedeutung der Organisationszentrale in der Tiergartenstraße 4 und erläutert weitere Mordaktionen gegen psychisch kranke und geistig behinderte Männer, Frauen und Kinder in Deutschland und Europa ab 1939. Sie zeigt die Verbindungslinien der „Euthanasie”-Aktion zur Ermordung der europäischen Juden auf und beleuchtet das Verdrängen und Verschweigen der Morde nach 1945. Zehn lebensgeschichtliche Skizzen von Opfern der Patientenmorde verbinden die Themenkapitel und verdeutlichen die individuelle Dimension dieser Verbrechen. Ergänzend wird die Entwicklung des Gedenkens an die „Euthanasie”-Morde in Europa dargestellt.

 

Die Ausstellungstexte stehen durchgängig in Deutsch und Leichter Sprache zur Verfügung. Textanordnung und Ausstellungsaufbau orientieren sich an den Anforderungen von Rollstuhlnutzern. Zwei optional ausleihbare Medienstationen bieten zusätzliche Erläuterungen und Inhalte für Ausstellungsbesucher mit und ohne Beeinträchtigungen des Hörens und des Sehens. Sie bieten zusätzliche Informationen zur Geschichte der Villa Tiergartenstraße 4, zum Selektionsverfahren der „Aktion T4” und zu den Orten der Patientenmorde.

 

Infos zu dieser Ausstellung >>> click here

 

 

Die nationalsozialistischen "Euthanasie"-Morde 
 

Die Ausstellung "Die nationalsozialistischen "Euthanasie"-Morde" wird vom vom 9. März bis zum 30. April 2021 in der Wandelhalle des Abgeordnetenhauses von Berlin gezeigt. Sie zeigt die Vorgeschichte, die Voraussetzungen sowie Durchführung der Patientenmorde und beschreibt die besondere Bedeutung der Organisationszentrale in der Tiergartenstraße 4. Weiterhin beleuchtet sie die Verbindung der »Euthanasie«-Aktion zur Ermordung der europäischen Juden und das Verschweigen dieser Morde nach 1945. Ergänzend verdeutlichen lebensgeschichtliche Skizzen von Opfern die individuelle Dimension dieser Verbrechen. Auch die Entwicklung des Gedenkens an die »Euthanasie«-Morde in Europa wird dargestellt.

 

Die Ausstellung wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft in Zusammenarbeit mit der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und der Stiftung Topographie des Terrors konzipiert.

Aufzeichnung der Ausstellungseröffnung vom 16.03.2021 aus der Wandelhalle des Abgeordnetenhauses von Berlin:

>>>

 

Als Einstieg der "Lebenshilfe" in das komplexe Thema

dieser Website in leichter Sprache

 

 

Menschen mit Behinderung
in der Nazi-Zeit

 

In diesem Text geht es um ein trauriges Thema:
In der Nazi-Zeit wurden Menschen mit Behinderung getötet.
Das war ein schreckliches Verbrechen.
Hier erklären wir, was damals passiert ist.

 

Wir haben haben hier ein Angebot in Leichter Sprache, das über die Zeit des Nationalsozialismus und Begriffe wie "Euthanasie" aufklärt:

 

 

click here

 

Doku: faz-Artikel von 2015: "Der Fall Gertrud Stockhausen" - Die Mutter des Komponisten Karl-Heinz Stockhausen wird Opfer der NS-"Euthanasie" in Hadamar - click auf das Bild - oder click hier ...

Tesch & Stabenow

Geschäfte mit dem Tod

 

Vor 80 Jahren begann die Hamburger Firma Tesch & Stabenow, das Giftgas Zyklon B nach Auschwitz zu liefern. Hinterher wollten die Chefs von nichts gewusst haben.

 

click zu einem ZEIT-Artikel

 

NDR-Dokumentation - Schrift/Audio/Video - Stand: 8/2019 - CLICK
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Filme zum Thema NS-Krankenmorde - Gedenken in Bildern

Als hätte es sie nie gegeben - Neuendettelsau & Euthanasie

Als hätte es sie nie gegeben from Medienwerkstatt Franken on Vimeo.

ORF-Doku 1984: Unwertes Leben – NS-Psychiatrie in Österreich, Film von Peter Nausner - CLICK

Youtube-Playlist: 94 Filme/Videos Krankenmorde/"EUTHANASIE"

Video - WDR Planet Wissen: Grafeneck - T4 - u.a. | Gespräche mit Thomas Stöckle und Sigrid Falkenstein | click here

Aktion T4 - Das Euthanasie-Programm der Nazis
Video von Catherine Bernstein

 

Kurzbeschreibung


Das Euthanasie Programm der Nazis, Aktion T4 genannt, ermordete zehntausende von körperlich und geistig Behinderten, die als “nutzlose und asoziale Schädlinge für die Volksgesundheit” betrachtet wurden. Zwischen 1939 und 1945 wurden mindestens 200.000 Menschen ermordet. Dabei wurden erstmals Vergasungstechniken erprobt, in speziell ausgewählten Orten wie Grafeneck, Brandenburg, Hadamar, Pirna, Bernburg, Hartheim. 

 

Der geheime Führerbefehl vom Frühjahr 1939: 'Reichsleiter Bouhler und Dr. Brandt sind unter Verantwortung beauftragt, die Befugnisse namentlich zu bestimmender Ärzte so zu erweitern, dass nach menschlichem Ermessen unheilbar Kranken bei kritischer Beurteilung ihres Krankheitszustandes der Gnadentod gewährt werden kann. Gezeichnet: Adolf Hitler.’ 

Doktor Julius Hallervorden (1882 – 1965) wurde in den 1930er Jahren Leiter der neuropathologischen Abteilung des Klinikums Berlin-Buch. Hier bezog er hunderte von Gehirnen von ermordeten Behinderten zur Untersuchung. Er wies die ermordenden Ärzte ein, interessante Pathologien ausfindig zu machen und die Gehirne unbeschadet zu entnehmen. Möglicherweise nahm er selbst Patientenselektionen vor. Bis 1945 erhielt Dr Hallervorden insgesamt 5174 Gehirne. Nach 1945 wurde er – als einfacher Mitläufer eingestuft – Professor am Max-Planck-Institut, mit zahlreichen Auszeichnungen und dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet, aber nie angeklagt.


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