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Glenn Gould:

Beethovens Pianosonate No. 23 "Appassionata"

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EUTHANASIE . DOKUS . MEDIATHEK

 

thema "ns-euthanasie" gestern.heute.morgen

 

was hat das heute mit uns zu tun .

  • die heutige debatte wird kaum mehr unter dem begriff euthanasie geführt. die verbrechen in der ns-zeit beeinflussen jedoch – insbesondere in deutschland – bis heute die diskussion.
  • wissenschaftler*innen haben inzwischen empirisch ermittelt, das mindestens jeder 8. erwachsene, dessen ursprungs- und/oder angeheiratete familie im krieg in deutschland lebte, verwandt sein müsste mit einer person, die direkt oder indirekt in das ns-euthanasie- und zwangssterilisationsgeschehen auf der opfer- oder täterseite oder im bereich der helfer und helfershelfer in irgendeiner weise aktiv mit eingebunden war (grob überschlagen betrifft das heutzutage ca. 5 mio. menschen).
  • durch das aussterben der authentischen zeitzeugen, aber auch durch den herrschenden zeitgeist tritt das thema der ns-krankenmorde in den familien und im schul-, bildungs- und forschungssektor immer weiter in den hintergrund, obwohl noch längst nicht alle einzelheiten dazu hinreichend bekannt sind.
  • auch institutionen, die "von amts wegen" mit dem thema 'verhaftet' sind (staatliche [rechts-]nachfolge-organisationen in den alten ns-mordpsychiatrie-einrichtungen und kliniken oder gedenkstätten und archive u.ä.) zeigen eine gewisse müdigkeit in ihren aktionen und inzwischen routinemäßig ritualisierten gedenkveranstaltungen - auch nach dem motto: "der gedenkstein ist gelegt - nu kann es aber auch mal gut sein" ...
  • es werden schülersprecher zitiert mit dem spruch: "nicht schon wieder 'drittes reich' oder holocaust oder ns-euthanasie-opfer" ... bei schüler-exkursionsfahrten auf den spuren der ns-geschichte fließt meistens eher mehr energie in die planung der abschluss-fete als in die dokumentation und mediale nach- und aufbereitung der fahrteindrücke.

  • von den rund 300.000 mordopfern der verschiedenen ns-euthanasie-vernichtungsaktionen sind bis heute vielleicht rund 500 einzelbiografien umfassend erforscht und ggf. veröffentlicht. in den meisten betroffenen familien wird das thema zumeist weiterhin verdrängt und gerät mit der generationen-abfolge immer weiter ins hintertreffen. wobei auch wichtiges bild- und urkundenmaterial unbeachtet verschwindet und vernichtet wird. 
  • "das vergessen der vernichtung ist teil der vernichtung selbst" - so hat es der sozialpsychologe harald welzer in anlehnung an den philosophen jean baudrillard in unseren tagen formuliert: das vergessen des grauens ist also von den tätern implizit mitgedacht und haargenau  einkalkuliert worden - und war quasi der sinn der vernichtungsaktionen: die vollständige und totale "ausmerze unwerten lebens" - diese faschistischen ziele schließen eine solche endgültige "tilgung" mit ein...

  • nach 80 jahren fällt immer noch und in den letzten jahren sogar vermehrt ein aktiver austausch in rechtsradikalen verschwörungstheorien in den sozialen medien des internets auf - eine rechtspopulistische partei wird in den bundestag gewählt -
  • gleichzeitig kommt es zu vielfältigen rechtsradikalen morden und mordserien: gemeinsame recherchen der frankfurter rundschau, des tagesspiegels und der zeit bestätigten bis 30. september 2020 eine mindestzahl von 187 rechtsextremen morden in deutschland seit 1990. darin sind die nsu-mordserie, der mordfall walter lübcke, der anschlag in halle 2019 und der anschlag in hanau 2020 enthalten (click here).
  • immer mehr menschen plädieren für eine aktive sterbehilfe (>>>: v. schirachs stück: "gott"), weil sie vorgeblich große angst vor schmerzen, hilflosigkeit und quälender medizinischer überversorgung am ende ihres lebens haben oder über die dauer ihres lebens selbstbestimmen wollen.
  • so wird gleichzeitig gefordert, die wirksamste medizinische hilfe in form einer guten schmerztherapie und palliativmedizin zu erforschen. auch wird eine lockerung der gesetzgebung zur präimplantationsdiagnostik (PID), embryonalen stammzellforschung und eine missbräuchliche aktive sterbehilfe befürchtet. dabei spielen oft auch die sich in der gesellschaft rasch verändernden religiösen argumente eine rolle.
  • die erhöhten fallzahlen unter der pandemie auf den intensivstationen und der strikte shutdown in vielen seniorenheimen sowie die dort oft fehlende ausreichende betreuung im akut-stadium und die damit verbundenen hohen sterbequoten in diesen bereichen haben weltweit auch die diskussionen um "triage"-maßnahmen in der versorgung neu befeuert.

 

& info-videos zum stichwort ns-euthanasie

  • >>> click dazu grundlegend zum video der gedenkstunde des bundestages am 27.01.2017 für die opfer der ns-euthanasie  - 
  • &/oder zu den ausgewählten allgemeinen video-beiträgen hier:

 

"mord an kranken"

ein neues 15-min. kompakt-info-video aus der lehr-, lern- & wissens-werkstatt   MrWissen2go . Geschichte
 

& siehe zum thema auch: bundeszentrale für politische bildung "bpb":  "euthanasie"-infos

"ohne gnade"

themenabend des br-fernshen zur ns-euthanasie & der ethischen bedeutung im hier & jetzt -
40-min. doku  anhand von 3 konkreten opfer-biografien und  30-min. diskussion - auch zur ethik der pandemie-triage-entscheidungen

>>> click >

 

NDR .  Doku-Audio-Seite: "Euthanasie-Rassenhygiene im Nationalsozialismus"

"ich wäre so gerne heim-gekommen"

 ein 30-min. video von sr-autor mirko tomic.

 
er hat letzte zeitzeugen und angehörige aufgesucht und historiker und autoren wie dr. gisela tascher, dr. götz aly und dr. christoph braß befragt.

 

sz-besprechung dazu

>> hier

"gemein-gefährlich"  ns-psychiatrie 

eine frau wird wegen einer psychischen erkrankung aus der "volksgemeinschaft" ausgeschlossen und später im rahmen der "euthanasie" getötet.

heute erinnert ein stolperstein in halle (saale) an sie.

 

ein 1o-min.-video-abriss.   

 

 

 

info-video vom wdr - lokalzeit owl - zu erna kronshage

 

 

 

Gedenkstätte Hadamar


Judith Sucher, Pädagogische Leitung der Gedenkstätte Hadamar, gibt in der Führung über das Gedenkstättengelände und durch die Ausstellung eine Übersicht über die Geschichte der NS-"Euthanasie" in Hadamar .


Der Rundgang fand am 22. Januar 2021 als Facebook-Live Veranstaltung statt.

 

>>>

 

click

 

Die nationalsozialistischen „Euthanasie”-Morde.

Die Ausstellung des Gedenk- und Informationsortes Tiergartenstraße 4 in Berlin

 

Eine Ausstellung der Deutschen Forschungsgemeinschaft, betreut durch die Stiftung Topographie des Terrors

 

Seit September 2014 gibt es in Berlin in der Tiergartenstraße 4 einen Gedenk- und Informationsort für die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie”-Morde. Hier wurde die Ermordung von Menschen mit psychischen Erkrankungen und geistigen Behinderungen geplant und organisiert. Damit wird, über eine seit 1989 bestehende Gedenkplatte hinaus, am historischen Ort der Täter über die „Euthanasie”- Verbrechen informiert und an die Opfer erinnert.

 

Die Wanderausstellung „Die nationalsozialistischen ‚Euthanasie’-Morde” ist eine mobile und barrierearme Präsentation der Inhalte, die am Gedenk- und Informationsort Tiergartenstraße 4 in Berlin gezeigt werden. Die Ausstellung zeigt in zehn Kapiteln die Vorgeschichte, die Voraussetzungen und Durchführung der Patientenmorde. Sie beschreibt die besondere Bedeutung der Organisationszentrale in der Tiergartenstraße 4 und erläutert weitere Mordaktionen gegen psychisch kranke und geistig behinderte Männer, Frauen und Kinder in Deutschland und Europa ab 1939. Sie zeigt die Verbindungslinien der „Euthanasie”-Aktion zur Ermordung der europäischen Juden auf und beleuchtet das Verdrängen und Verschweigen der Morde nach 1945. Zehn lebensgeschichtliche Skizzen von Opfern der Patientenmorde verbinden die Themenkapitel und verdeutlichen die individuelle Dimension dieser Verbrechen. Ergänzend wird die Entwicklung des Gedenkens an die „Euthanasie”-Morde in Europa dargestellt.

 

Die Ausstellungstexte stehen durchgängig in Deutsch und Leichter Sprache zur Verfügung. Textanordnung und Ausstellungsaufbau orientieren sich an den Anforderungen von Rollstuhlnutzern. Zwei optional ausleihbare Medienstationen bieten zusätzliche Erläuterungen und Inhalte für Ausstellungsbesucher mit und ohne Beeinträchtigungen des Hörens und des Sehens. Sie bieten zusätzliche Informationen zur Geschichte der Villa Tiergartenstraße 4, zum Selektionsverfahren der „Aktion T4” und zu den Orten der Patientenmorde.

 

Infos zu dieser Ausstellung >>> click here

 

 

Die nationalsozialistischen "Euthanasie"-Morde 
 

Die Ausstellung "Die nationalsozialistischen "Euthanasie"-Morde" wird vom vom 9. März bis zum 30. April 2021 in der Wandelhalle des Abgeordnetenhauses von Berlin gezeigt. Sie zeigt die Vorgeschichte, die Voraussetzungen sowie Durchführung der Patientenmorde und beschreibt die besondere Bedeutung der Organisationszentrale in der Tiergartenstraße 4. Weiterhin beleuchtet sie die Verbindung der »Euthanasie«-Aktion zur Ermordung der europäischen Juden und das Verschweigen dieser Morde nach 1945. Ergänzend verdeutlichen lebensgeschichtliche Skizzen von Opfern die individuelle Dimension dieser Verbrechen. Auch die Entwicklung des Gedenkens an die »Euthanasie«-Morde in Europa wird dargestellt.

 

Die Ausstellung wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft in Zusammenarbeit mit der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und der Stiftung Topographie des Terrors konzipiert.

Aufzeichnung der Ausstellungseröffnung vom 16.03.2021 aus der Wandelhalle des Abgeordnetenhauses von Berlin:

>>>

 

Als Einstieg der "Lebenshilfe" in das komplexe Thema

dieser Website in leichter Sprache

 

 

Menschen mit Behinderung
in der Nazi-Zeit

 

In diesem Text geht es um ein trauriges Thema:
In der Nazi-Zeit wurden Menschen mit Behinderung getötet.
Das war ein schreckliches Verbrechen.
Hier erklären wir, was damals passiert ist.

 

Wir haben haben hier ein Angebot in Leichter Sprache, das über die Zeit des Nationalsozialismus und Begriffe wie "Euthanasie" aufklärt:

 

 

click here

 

Doku: faz-Artikel von 2015: "Der Fall Gertrud Stockhausen" - Die Mutter des Komponisten Karl-Heinz Stockhausen wird Opfer der NS-"Euthanasie" in Hadamar - click auf das Bild - oder click hier ...

Tesch & Stabenow

Geschäfte mit dem Tod

 

Vor 80 Jahren begann die Hamburger Firma Tesch & Stabenow, das Giftgas Zyklon B nach Auschwitz zu liefern. Hinterher wollten die Chefs von nichts gewusst haben.

 

click zu einem ZEIT-Artikel

 

NDR-Dokumentation - Schrift/Audio/Video - Stand: 8/2019 - CLICK
click here

Planet Wissen: "EUTHANASIE" im Dritten Reich

Filme zum Thema NS-Krankenmorde - Gedenken in Bildern

Als hätte es sie nie gegeben - Neuendettelsau & Euthanasie

Als hätte es sie nie gegeben from Medienwerkstatt Franken on Vimeo.

ORF-Doku 1984: Unwertes Leben – NS-Psychiatrie in Österreich, Film von Peter Nausner - CLICK

Youtube-Playlist: 94 Filme/Videos Krankenmorde/"EUTHANASIE"

Video - WDR Planet Wissen: Grafeneck - T4 - u.a. | Gespräche mit Thomas Stöckle und Sigrid Falkenstein | click here

Aktion T4 - Das Euthanasie-Programm der Nazis
Video von Catherine Bernstein

 

Kurzbeschreibung


Das Euthanasie Programm der Nazis, Aktion T4 genannt, ermordete zehntausende von körperlich und geistig Behinderten, die als “nutzlose und asoziale Schädlinge für die Volksgesundheit” betrachtet wurden. Zwischen 1939 und 1945 wurden mindestens 200.000 Menschen ermordet. Dabei wurden erstmals Vergasungstechniken erprobt, in speziell ausgewählten Orten wie Grafeneck, Brandenburg, Hadamar, Pirna, Bernburg, Hartheim. 

 

Der geheime Führerbefehl vom Frühjahr 1939: 'Reichsleiter Bouhler und Dr. Brandt sind unter Verantwortung beauftragt, die Befugnisse namentlich zu bestimmender Ärzte so zu erweitern, dass nach menschlichem Ermessen unheilbar Kranken bei kritischer Beurteilung ihres Krankheitszustandes der Gnadentod gewährt werden kann. Gezeichnet: Adolf Hitler.’ 

Doktor Julius Hallervorden (1882 – 1965) wurde in den 1930er Jahren Leiter der neuropathologischen Abteilung des Klinikums Berlin-Buch. Hier bezog er hunderte von Gehirnen von ermordeten Behinderten zur Untersuchung. Er wies die ermordenden Ärzte ein, interessante Pathologien ausfindig zu machen und die Gehirne unbeschadet zu entnehmen. Möglicherweise nahm er selbst Patientenselektionen vor. Bis 1945 erhielt Dr Hallervorden insgesamt 5174 Gehirne. Nach 1945 wurde er – als einfacher Mitläufer eingestuft – Professor am Max-Planck-Institut, mit zahlreichen Auszeichnungen und dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet, aber nie angeklagt.

Die Unwertigen - Jugendliche als Opfer der NS-Rassenhygiene und den Folgen bis heute

 

Video von Renate Günther-Greene


Kurzbeschreibung


Die Nazis sortierten Jugendliche nach ihrem Wertesystem der Rassenhygiene und Eugenik. Die "wertigen" Kinder wurden gefördert, die "unwertigen" aussortiert und ausgemerzt: Waltrauts Mutter kommt ins Konzentrationslager, sie und ihre Geschwister ins Heim. Günter muss ins Jugendkonzentrationslager, weil er die verbotene Swing-Musik hört. Elfriede erlebt im Kinderheim, wie Kinder Opfer der Euthanasie werden. Richard wird als uneheliches Kind seiner Mutter für immer entrissen und leistet mit 4 Jahren schon Zwangsarbeit. Der Film erzählt aber auch von der gesellschaftlichen Verdrängung nach 1945 und den Auswirkungen für die Betroffenen bis heute. Unfassbar: Elfriede bleibt bis 1970 eingesperrt im Heim. Richard leistet selbst nach dem Krieg als Jugendlicher weiter Zwangsarbeit.

auch mit Infos aus der Tötungsanstalt "Tiegenhof" bei Gnezen - Dziekanka/Gnieznow - click

Hexenverfolgung  - Massenmord am Anderssein oder Andersdenken

 


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