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Ein Überblick über die aktive MemorialKultur zum Gedenken an Erna Kronshage

(jeweilige Infos = auf die Abb. clicken - bzw. unten auf dieser Seite)

Seit August 2009 wird nach und nach das

"Gedenkblog Erna K." entwickelt - mit inzwischen 26 ausführlichen und jeweils je nach Erkenntnisstand aktualisierten Abschnitten/Kapiteln zum kurzen Leben und langen Sterben Erna Kronshages.

So ist inzwischen das Gedenkblog auch zum unverzichtbaren Arbeits- und Studienblog geworden, was man aber auch wie ein e-Book hintereinanderweg lesen kann - mit all den klärenden Querverweisen und Verlinkungen.

In 2014/2016 habe ich dieses digital/virtuelle Triptychon

"IN MEMORIAM ERNA KRONSHAGE" entwickelt und zum Gedenken ins Netz gestellt. 

In der Nähe des Geburtshauses von Erna – an der Staßenkreuzung Verler-/Sender-/Krackser Straße wird am Fußgänger-Überweg der Ampel-/Schrankenkreuzung dort am 6. Dezember 2012 vom Künstler Gunter Demnig ein Stolperstein für Erna gelegt. 

Im WDR-Projekt „Stolpersteine NRW“ findet man stichwortartige Notizen zum Stolperstein den Stolperstein für Erna – mit einer kleinen zusammenfassenden „graphic-story“ - und virtuellen Gedenkkerzen, die im Gedenken an Erna entzündet werden können … 

 

 

 

 

 

  • click here >>> zur Eintragung Erna Kronshage im WDR-Stolperstein-Projekt
  • click here >>> zur Seite "GraphicStory"

In der Gedenkstätte für 1.017 deportierte und später ermordete Patienten in Gütersloh wird seit Oktober 2014 auf einem Leuchtband in der Kapelle ihr Name mitgenannt.

Im Zuge einer Patenschaftsübernahme des "Sennestadtvereins" wird seit Dezember 2022 die letzte Ruhestätte Erna Kronshages auf dem seit 2013 eingeebneten Familiengrab A3 (Gruft Kronshage) des zur Grünfläche umgestalteten Alten Friedhofs in Bielefeld-Sennestadt  mit nebenstehend abgebildetem Gedenkstein gekennzeichnet.

Im 12. Dezember 2022 jährt sich der Geburtstag Ernas zum 100. mal.

 

 

 

Ebenso wird in einer Broschüre des "Sennestadtvereins" über historisch besondere Grabmale auf dem „Alten Friedhof“ in Sennestadt, wird auf die letzte Ruhestätte von Erna Kronshage gesondert hingewiesen. 

 

click here

Seit über 10 Jahren gibt es bei Wikipedia einen Kurz-Eintrag zu Erna Kronshage mit dem Foto des Stolpersteins und einigen Link-Verweisen.

Und in einigen Schulen in Bielefeld und Gütersloh und bei Kontaktwochen von Schulklassen in der Landesklinik Gütersloh berichte ich sporadisch seit 12 Jahren jungen Menschen von Erna – sowie in einigen interessierten Senioren-Treffpunkten.

Bärbel Wegener ist die Autorin von 5-min. WDR-Beiträgen zu Erna Kronshage 2014 in der TV-Lokalzeit OWL sowie im WDR 5-Hörfunk – 

In Radio Bielefeld lief 2015 ein 10-min.-Interview-Beitrag der „Hans-Ehrenberg-Schule" in Sennestadt zum Thema "STOLPERSTEINE" im Schüler-Radio "kurzwelle", der 2015 eine Aner-kennung beim Bürgermedienpreis der Landes-anstalt für Medien NRW erhielt.

Das „Jugendvolxtheater Bethel“ hat 2018 ein 1-Std.-Stück mit Erna‘s Schicksal als Hintergrund im Programm gehabt.

In der VHS Bielefeld im Ravenberger Park wurde im Frühjahr 2022 die (Wander-)Ausstellung: "Krankenmorde & Deportationen aus Bielefeld & Bethel im Nationalsozialismus" gezeigt - wo Erna Kronshage auf dem Einladungsplakat mit dem Stolperstein abgebildet wurde und eine Stellwand von ihrem Leidensweg erzählt.

 

Die Ausstellung ist digital dauerhaft installiert - und ein Begleitband dazu ist erschienen beim Beltz-Juventa-Verlag 2022

GESCHICHTE(N). LEBEN. ERZÄHLEN.

gestern: heute: morgen:

 

 

 

auszug eines  artikels vom "welt"-autor thomas schmid, in dem er das internet als neuartige globale verortungs-, informations- und gleichwertig würdige gedenkmöglichkeit miteinbezieht, wenn er über standort und gestaltung eines gedenkzeichens bezüglich der gräueltaten im nachbarland polen nachdenkt, auch im hinblick auf die verheerenden zivilen völkerrechtsverbrechen gegenüber weiteren slawischen volksgruppen "im osten"...

 

............

 

Es gibt nichts,

was so unsichtbar wäre

wie Denkmäler

 

Zumal es heute schon gar nicht mehr ums Verherrlichen gehen kann. Nicht Personen, sondern Ereignisse sollen mit einem Denkmal memoriert werden, gute, schöne, erstmals aber auch schreckliche. Zudem trägt jedes neue Denkmal heute die Crux, dass es längst kein Monopol auf Darstellung von Erinnernswertem mehr hat.

 

Wer sich Vergangenes vergegenwärtigen will, wählt den kurzen Weg des Zugriffs aufs Allgegenwärtige: Er geht ins Internet.

 

Wie es die privaten Trauerforen im Netz gibt, so könnte es dort auch Gedenkforen geben. Wozu also noch Denkmäler? Vor knapp 100 Jahren hat Robert Musil einen Kalauer in die Welt gebracht, der schnell Verbreitung und Zustimmung fand. Er sagte: „Es gibt nichts in der Welt, was so unsichtbar wäre wie Denkmäler.“ Wie alles, was wir immer wieder sehen, wird es bald zur Stadtkulisse, man geht achtlos und unberührt daran vorbei.

Schärfer noch hat es Claude Lanzmann in dem Motto formuliert, das er seinem großen Film „Shoah“ von 1985 voranstellte:

 

„Es gibt heute zwar eine große Anzahl von Museen, Denk- und Mahnmalen. Die aber dienen dem Vergessen ebenso wie der Erinnerung. Sie verwalten die Erinnerung, die zur toten Materie wird.“

 

Das ist eine schwere Hypothek. Fast alle Denkmalformen sind verbraucht, vom sozialistischen Realismus bis zur abstrakten Figuration. Das soll nicht heißen, Denkmäler, die ihre Funktion erfüllen, seien unmöglich geworden. Das Berliner Holocaust-Denkmal beweist das. Doch nur teilweise. Denn dessen stilistische Strenge und Kargheit steht in deutlichem Widerspruch zur Monumentalität des Ganzen. Hier wurde offensichtlich noch einmal versucht, einen Rest der alten Herrschaftlichkeit von Denkmälern in unsere Zeit hinüberzuretten.

 

Auszug aus einem Artikel zur Mahnmal-Debatte: "Was Polen angetan wurde, braucht in Berlin einen eigenen Ort des Gedenkens" . Von Thomas Schmid . aus DIE WELT vom 27.10.2020, Seite 8 Politik

 

 


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