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lang-s und rund-s: die vergewaltigung einer gebrochenen druckschrift aus dem mittelalter

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können 'lebenszeichen' noch wachrütteln ? - ein neuer film zur shoah - jüdisches leben in berlin ...

im artikel zum film heißt es nämlich: "alexas film ist anders als viele dokumentationen über die schoah – er spürt im hier und jetzt, im gespräch mit freunden und freundinnen, mit familie und zufallsbekanntschaften, assoziativ und offen dem horror der geschichte nach."  click here um den ganzen artikel zu lesen ...

 

Sennestadt - Blick vom Ortskern zum Teutoburger Wald
S!|art: sennestadt|global - unter verwendung eines luftbildes von d. wittig | nw

 

Am 21. März 2018, dem Welttag der Poesie, lädt Els Moors, die "Nationaldichterin Belgiens", alle Menschen weltweit dazu ein, ihre schönsten Oden und Elegien zu ihren Städten (/ Ländern / Staaten / ...) zu sichten und öffentlich zu machen.

 

In Zeiten der Gentrifizierung, des Massentourismus und der weltweiten Migration sehnen wir uns nach einsamen Flaneuren und notorischen Wanderern, die das mysteriöse Herz ihrer Städte enthüllen wollen. Bist du immer noch in die Stadt verliebt, in der du geboren wurdest?

 

Wurdest du von Liebe getrieben oder bist du gezwungen, deinen Herd und dein Zuhause zu verlassen? Adoptiere deine Stadt, indem du eine urbane Elegie schreibst und schreibe zu dieser Zeit am exotischsten Lonely Planet: Die adoptierten Städte. 

 

Dazu wurde dieses Gedicht über "meine Sennestadt" am 21.03.2018 auf der Lyrikseite "www.adoptedcieties.be" veröffentlicht:

 

sennestadt 

 

meine stadt wurde wie teig geknetet
in eine form gedrückt
und in den ofen geschoben: schwupps -
war die brezel fertig

 

der große bruder hat sie dann aufgefressen
mit haut und haaren
hat geschlungen und gewürgt daran
sich verschluckt dabei - gerülpst

 

davon zeugen noch die bröselstraßen
die hier oft noch alleen heißen
keine bäume stehen dort stramm
in reih & glied schon gar nicht

 

und hinten im blau 
hinten im tau - der wald
der kommt und schreitet und vergeht
je nach wetterlage

 

in meiner stadt knirscht der sand
unter den puschen
werden bemooste grabsteine zerbröselt
zu goldfarbenen stolpersteinen

 

wo elstern über die gräber hüpfen
rollen rollatoren durch die parks
in meiner stadt laufen und springen noch kinder
tragen migranten ihre bunten plastiktüten

 

hier ärgern nachbarn ihre nachbarn
und schlagen im aufzug die
augen nieder
gut - dass es nicht mehr ist ...

 

 

sinedi

MY FAVORITE MUSIC FOR 45 YEARS:

ATOM-HEART-MOTHER-SUITE

PINK FLOYD 

IMPRESSUM
 
Autor + Gestaltung + Internet-Recherche:
Eddy/Edward Wieand aka S!NED!, Sennestadt

 

 
Für Rückmeldungen und Infos:

sinedi(dot)art[ɛt]gmail(dot)com

 

info[ɛt]eddywieand(minus)sinedi

(dot)de

 

Fon

0 52 05 - 33 79

 

Dr. med. Karl Brandt: Ermächtigung - Machtausübung - Wahrnehmung

"Gnadentoderlass" Adolf Hitlers vom 01.09.1939 an "Reichsleiter" Bouhler & Dr. Brandt - Quelle u. Vergrößern: Aufs Bild clicken ...

Text des "Gnadentoderlasses" - hier die einzig erhaltene Kopie von Dr. Franz Gürtner, Reichsjustizminister

Adolf Hitler                                              Berlin, den 1. September 1939

 

 

Reichsleiter   B o u h l e r   und

Dr. med.  B r a n d t

 

sind unter Verantwortung beauftragt, die Befug-

nisse namentlich zu bestimmender Ärzte so zu er-

weitern, dass nach menschlichem Ermessen unheilbar

Kranken bei kritischster Beurteilung ihres Krank-

heitszustandes der Gnadentod gewährt werden kann.

 

                                                      gez. Adolf Hitler

 

 

Von Bouhler mir

übergeben am 27.8.40

           Dr. Gürtner

Mit dem sogenannten "Gnadentoderlass", zurückdatiert von Hitler auf den 01.09.1939, hatten die von den NS-Verantwortlichen angezettelten "Euthanasie"-Aktionen, die darauf hin erfolgten, ihre ursprüngliche angeblich juristische Legitimität erhalten - galt doch ein "Führer"-Erlass auf privatem Briefpapier stillschweigend wie ein Gesetz.

 

Späterhin wurde Anweisungen, Modifizierungen und Formulierungen zum Krankenmord meist nur noch mündlich oder verklausuliert erteilt, in ambivalenten und "distanzierten" Führungsanweisungen - ohne direkte später nachweisbare Verantwortlichkeit persönlich übernehmen zu müssen. 

 

Die Ärzte vor Ort hatten folgerichtig zu "erahnen", was geltendes "Recht" bei der Ermordung von Patienten war.

 

"Reichsleiter" Bouhler
Dr. Brandt - Quelle: Ulf Schmidt, Hitlers Arzt Karl Brandt, Tafel XXVIII, - Karl-Adolf Brandt

Kinder & Jugendliche in Bethel - Dr. Brandts Wahrnehmung ...

Hitlers Arzt Dr. Karl Brandt meinte vor seiner Hinrichtung, er habe in Bethel Kinder gesehen, "die nichts weiter gewesen sind, als ein jämmerliches und armseliges Stück Lebewesen ..."

Zitat aus: Ulf Schmidt: Hitlers Arzt Karl Brandt, 2009, S. 242-243 u. 342:

 

In Nürnberg schilderte Brandt, was er in Bethel gesehen hatte:

»Ich habe bei Herrn [von] Bodelschwingh in Bethel mit ihm gemeinsam Besuche bei den Kranken gemacht. Wir sind auf der Kinderstation gewesen und haben im Anschluss daran über einzelne Kinder gesprochen, nicht im Hinblick darauf, ob man dieses Kind nun selbst der Euthanasie zuführen soll oder nicht, sondern ob ein solches Wesen überhaupt ein menschliches Dasein noch fühlt. Ich erinnere mich an Kinder von 8-10 Jahren, die wirklich nichts weiter gewesen sind, als ein jämmerliches und armseliges Stück Lebewesen.« ...
Im Februar 1943, als die beiden Männer noch einmal über Brandts Besuch des Kinderheimes sprachen, hob von Bodelschwingh hervor, diese Kinder seien von unschätzbarem Wert für die Gesellschaft, da sie den Menschen etwas über die Menschheit an sich beibrächten.
Im Oktober 1945 sagt Brandt bei einer Vernehmung aus:

»Pastor Bodelschwingh bestand darauf, dass diese Schwachen und Behinderten von Gott in die Welt gebracht wurden, damit die Menschen an ihnen seine Liebe praktisch beweisen könnten.«

Die Patienten und ihre Lebensumstände zu sehen muss bei Brandt einen tiefen Eindruck hinterlassen haben, da er sich im Februar 1943, als er Bodelschwingh in Berlin traf, und während des Arzteprozesses 1945 noch lebhaft an sie erinnerte.

 


Ulf Schmidt: Hitlers Arzt Karl Brandt, 2009 - Eine umfassende Biographie Brandts - wenn auch manchmal zu sehr "idealisiert" und hochstilisiert zum intellektuellen akademischen "Träumer". Brandt war ein "karrieregeiler" Anbiederer an den "Führer" ...

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